filet Wellington

Rindsfilet Wellington – Ein Klassiker mit Wow-Effekt

Rindsfilet Wellington – Ein zeitloser Klassiker mit Wow-Effekt

filet Wellington

Herkunft und Geschichte

Rindsfilet Wellington ( Alternative) ist eine kulinarische Legende! Benannt wurde es angeblich nach Arthur Wellesley, dem ersten Herzog von Wellington, der Napoleon in der Schlacht von Waterloo besiegte. Ob der Herzog tatsächlich ein Fan dieses Gerichts war, ist unklar, doch das elegante Filet im Blätterteigmantel hat seinen Platz in der Welt der gehobenen Küche gefunden. Ursprünglich stammt die Idee, Fleisch in Teig zu backen, aus der französischen Küche, doch die Briten haben sie zu einer eigenen Kunstform gemacht. Heute findet man das Filet Wellington in Restaurants weltweit, von New York bis Tokio.


Rezept – Rindsfilet Wellington

Zutaten (für 4 Personen):

  • 1 Rindsfilet (ca. 800 g, schön pariert)
  • 500 g Champignons (oder Steinpilze für extra Geschmack)
  • 1 Schalotte
  • 2 EL Butter
  • 2 EL Olivenöl
  • 100 g Parmaschinken
  • 1 Rolle Blätterteig
  • 1 Ei (verquirlt)
  • 2 TL Dijon-Senf
  • Salz, Pfeffer
  • Frische Kräuter (Thymian, Petersilie)

Hausfrauentipp:
Achte beim Fleischkauf darauf, dass das Filet schön marmoriert ist – das sorgt für Zartheit und Saftigkeit!


Zubereitung

  1. Das Filet vorbereiten:
    Das Filet salzen und pfeffern, in einer heißen Pfanne mit Olivenöl rundherum scharf anbraten – das gibt tolle Röstaromen! Danach gut abkühlen lassen und dünn mit Dijon-Senf bestreichen. Anekdote:
    Mein Mann sagt immer, die Röstaromen sind der „Knusper-Effekt“ des Fleischs. Der Duft allein reicht schon, um alle in die Küche zu locken!
  2. Die Duxelles zubereiten:
    Champignons und Schalotten fein hacken. In Butter anbraten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Mit Kräutern würzen und abkühlen lassen.
  3. Das Filet einwickeln:
    Eine Lage Frischhaltefolie ausbreiten, darauf den Parmaschinken eng aneinanderlegen. Die Duxelles darauf verteilen, dann das Filet darauflegen. Alles fest in die Frischhaltefolie einwickeln und für 20 Minuten in den Kühlschrank legen. Profitipp:
    Dieser Schritt sorgt dafür, dass alles schön zusammenhält und der Teig nicht durchweicht!
  4. Blätterteig vorbereiten:
    Blätterteig ausrollen, das Filet aus der Folie nehmen und darauflegen. Den Teig um das Filet wickeln, die Ränder gut andrücken und mit verquirltem Ei bestreichen. Nochmals 10 Minuten kaltstellen.
  5. Backen:
    Den Backofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Das Wellington auf ein Backblech legen, mit Ei bepinseln und ca. 30 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist. Hausfrauentipp:
    Wer’s perfekt mag, nutzt ein Fleischthermometer: Bei 55–60 °C ist das Filet medium-rare – so lieben wir’s!


Vegane und vegetarische Alternativen

Für die Veggies:
Das Rindsfilet wird durch eine große, dicke Portobello-Pilzfüllung ersetzt, und der Schinken kann durch dünn geschnittene Zucchini- oder Auberginenstreifen ausgetauscht werden. Für die vegane Variante empfiehlt sich ein Blätterteig auf pflanzlicher Basis, den man mittlerweile in vielen Supermärkten findet. Achtet darauf, dass der Teig ausdrücklich als vegan gekennzeichnet ist, da klassischer Blätterteig meistens Butter enthält.



Gesundheitliche Aspekte

Rindsfilet ist reich an Eiweiß und wichtigen Nährstoffen wie Eisen und Zink. Blätterteig und Parmaschinken sind allerdings kalorien- und fettreich. Für eine leichtere Variante kann man auf Vollkornteig und mageren Schinken setzen. Vegetarische Alternativen mit Pilzen und Gemüse sind kalorienärmer und ballaststoffreich.


Zeitaufwand

  • Vorbereitung: 30 Minuten
  • Kühlen: 30 Minuten
  • Backen: 30 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 1,5 Stunden

Nährwerte (pro Portion, ca. 200 g Rindsfilet Wellington):

  • Kalorien: ca. 600 kcal
  • Eiweiß: 35 g
  • Fett: 40 g
  • Kohlenhydrate: 30 g
  • Ballaststoffe: 2 g

Anekdote zum Schluss

Beim ersten Versuch dachte ich, der Blätterteig würde nie so schön aussehen wie im Kochbuch. Aber meine Kinder sagten: „Mama, das sieht aus wie ein echtes Gourmet-Menü!“ Seitdem ist das Wellington unser Highlight zu jedem Festtag.


Guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen!

Anhang: Blätterteig und Duxelles


1. Blätterteig – Ursprung, Herstellung und Verwendung

Herkunft:
Blätterteig, auch „pâte feuilletée“ genannt, hat seine Wurzeln in der französischen Küche und wurde im 17. Jahrhundert bekannt. Die Technik des Schichtens von Fett und Teig entstand vermutlich aus der Idee, eine besonders luftige und knusprige Konsistenz zu erreichen. Eine ähnliche Methode soll es schon im antiken Griechenland gegeben haben, doch die moderne Form des Blätterteigs geht auf den französischen Konditor Claude Lorrain zurück.

Herstellung:
Blätterteig besteht aus wenigen Grundzutaten: Mehl, Wasser, Salz und Butter. Der Teig wird wiederholt ausgerollt, mit Butter bestrichen und gefaltet, wodurch Schichten entstehen. Beim Backen verdampft das Wasser in der Butter, was die charakteristischen Luftschichten erzeugt.

Verwendung:
Blätterteig ist unglaublich vielseitig: Er wird für süße Desserts wie Mille-Feuille oder Croissants verwendet, ebenso wie für herzhafte Gerichte wie Pasteten, Tarte Tatin oder – natürlich – Rindsfilet Wellington.

Interessanter Fakt:
Blätterteig besteht aus bis zu 729 Schichten, wenn er klassisch sieben Mal gefaltet wird. Diese Technik erfordert Geduld, sorgt aber für die unverwechselbare Leichtigkeit!


2. Duxelles – Ursprung, Zubereitung und Einsatz

Herkunft:
Duxelles (sprich: „Dück-sell“) ist eine klassische französische Zubereitung, die dem legendären Koch François Pierre de La Varenne zugeschrieben wird, der im 17. Jahrhundert im Dienst des Marquis d’Uxelles stand – daher der Name. Ursprünglich wurde Duxelles als Grundlage für Saucen und Füllungen verwendet.

Zubereitung:
Duxelles ist eine aromatische Mischung aus fein gehackten Champignons (oder anderen Pilzen), Schalotten, Kräutern (z. B. Thymian) und Butter. Die Mischung wird langsam in einer Pfanne gedünstet, bis die Flüssigkeit der Pilze verdampft ist. So entsteht eine konzentrierte, würzige Paste.

Einsatz:
Duxelles ist eine ideale Füllung für Filet Wellington, da sie dem Fleisch Feuchtigkeit und ein intensives Aroma verleiht. Sie passt auch zu Omeletts, Torten oder als Beilage zu Fleischgerichten.

Profitipp:
Wenn du Steinpilze oder getrocknete Pilze verwendest, wird die Duxelles besonders aromatisch und bekommt eine edle Note. Für eine vegane Version kannst du die Butter einfach durch pflanzliche Margarine ersetzen.


Gesundheitliche Aspekte

Blätterteig:
Blätterteig ist reich an Kalorien und Fett, da er viel Butter enthält. Vegane Alternativen können den Fettgehalt reduzieren, bleiben aber trotzdem energiereich. In Maßen genossen, ist Blätterteig eine wunderbare Grundlage für festliche Gerichte.

Duxelles:
Pilze sind kalorienarm und liefern wichtige Mineralstoffe wie Kalium und Selen. Sie sind auch eine gute Ballaststoffquelle und unterstützen eine gesunde Verdauung. Durch die Zubereitung mit Butter oder Margarine kann der Fettgehalt jedoch variieren.


Dieser Anhang liefert einen umfassenden Überblick über die wesentlichen Bestandteile eines perfekten Rindsfilet Wellington – vom zarten Blätterteig bis hin zur aromatischen Duxelles.

Ähnliche Beiträge

  • Topfenknödel

    Rezept: Topfenknödel mit Anleitung und Herkunft Topfenknödel sind eine beliebte Süßspeise aus Österreich, die aus einem Teig aus Topfen (Quark), Eiern, Mehl und Grieß geformt und in kochendem Wasser gegart werden. Sie werden meist mit zerlassener Butter und Zucker oder mit Fruchtkompott serviert. Topfenknödel sind nicht nur lecker, sondern auch nahrhaft und einfach zuzubereiten. In…

  • Eine kulinarische Reise durch die Welt der Eierspeisen

    Länder-spezifische Zubereitung und ihre Besonderheiten Einleitung: Eierspeisen sind ein universelles Gericht, das in vielen Kulturen auf der ganzen Welt beliebt ist. Die Zubereitung von Eierspeisen variiert jedoch stark von Land zu Land und spiegelt die jeweilige kulinarische Tradition wider. In diesem Bericht werfen wir einen genaueren Blick auf einige Länder und ihre spezifischen Unterschiede bei…

  • Grammelpogatscherl

    Rezept für typische Grammelpogatscherl Grammelpogatscherl sind eine traditionelle österreichische Spezialität, die vor allem in der Steiermark und im Burgenland beliebt sind. Sie bestehen aus einem Hefeteig, der mit Grammeln gefüllt und zu kleinen Taschen geformt wird. Die Pogatscherl werden dann im Ofen gebacken oder in Fett ausgebacken und mit Sauerkraut oder Salat serviert. Zutaten für…

  • Uštipci: Die Köstlichkeiten der kroatischen Küche

    Uštipci: Die goldenen Köstlichkeiten der kroatischen Küche Von Chefköchin Maria Gonzalez Eine kulinarische Entdeckungsreise durch die Balkantradition Als ich zum ersten Mal den verführerischen Duft von frisch ausgebackenen Uštipci in einer kleinen Küche an der dalmatinischen Küste wahrnahm, wusste ich, dass ich einer kulinarischen Tradition begegnet war, die weit mehr als nur ein einfaches Gebäck…

  • Käsespätzle

    Folge unserer Whatsapp Gruppe Hallo, liebe Leserinnen und Leser! Heute möchte ich euch ein leckeres Rezept für Käsespätzle mit Röstzwiebeln vorstellen, das ihr ganz einfach zu Hause nachkochen könnt. Käsespätzle sind eine traditionelle Spezialität aus dem Süden Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, die besonders gut schmeckt, wenn es draußen kalt und ungemütlich ist. Sie bestehen…

  • |

    Steirisches Backhendl

    Original Steirisches Backhendl: Das beste Rezept für knusprigen Genuss Das Steirische Backhendl ist ein Juwel der österreichischen Küche und der Inbegriff steirischer Wirtshauskultur. Charakteristisch sind seine goldbraune, unglaublich knusprige Panade und das zarte, saftige Fleisch darunter. Traditionell wird das Huhn dafür fachgerecht zerteilt, gewürzt, sorgfältig paniert und in heißem Fett goldbraun herausgebacken. Serviert mit Zitronenspalten…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert